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Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz Rund 300.000 sind in der Notaufnahme statt im Bereitschaftsdienst

Rund 300.000 Patienten gehen in Rheinland-Pfalz nach Schätzung der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz pro Jahr in die Notaufnahme statt zum ärztlichen Bereitschaftsdienst.

Die Belastung habe zugenommen, sagte der Vorsitzende Gerald Gaß der Deutschen Presse-Agentur. Die Krankenhäuser würden «durch ambulante Notfallpatienten für ihre eigentlichen Aufgaben blockiert».

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) forderte mehr Aufklärung für Patienten darüber, wo und zu welchen Zeiten sie medizinische Hilfe bekommen. Der Leiter der Techniker Krankenkasse (TK) Rheinland-Pfalz, Jörn Simon, schlägt sogenannte Portalpraxen an Kliniken vor, um Notaufnahmen zu entlasten. «Bagatellfälle gehören nicht in die Notaufnahme von Krankenhäusern», kritisierte Simon.

Hintergrund

Das «Gutachten zur ambulanten Notfallversorgung im Krankenhaus», erstellt von der Management Consult Kestermann GmbH (MCK) und der Deutsche Gesellschaft interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin, geht von bundesweit zwölf Millionen ambulanten Notfallpatienten im Jahr aus. Die Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz nimmt fünf Prozent davon als Schätzzahl für das Land, das entspricht 600.000 Patienten. Davon könne etwa die Hälfte von Vertragsärzten versorgt werden.

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