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Tübinger Uniklinik Aufnahmestopp in Frühchenstation wegen eines Bakteriums

Sieben von 18 Babys in der Frühchenstation der Tübinger Uniklinik sind von einem Bakterienbefall betroffen. Das teilte eine Sprecherin am Montag mit.

Seit Mitte August wurde das Bakterium Enterobacter aerogenes bei mehreren Kindern festgestellt. Für die Frühchenstation gilt daher nach Angaben der Klinik bis mindestens Freitag ein Aufnahmestopp. Schwangere mit dem Risiko einer Frühgeburt werden nach Stuttgart oder Böblingen verwiesen. In den ersten fünf Tagen des Aufnahmestopps wurden zehn Frühgeborene in Böblingen versorgt, die eigentlich in Tübingen gelandet wären, sagte ein Sprecher des Klinikverbundes Südwest. Die Frühchenstation in Böblingen habe auch noch Kapazitäten.

Der Aufnahmestopp gilt seit Donnerstag (Anmerkung der Redaktion: 31. August 2017). Keime vom Typ Enterobacter aerogenes sind laut Bundesinstitut für Risikobewertung eine Spezies von Bakterien der Gattung Enterobacter, die zur normalen Darmflora gehören. Die Keime können demnach Infektionen auslösen, müssen aber nicht in jedem Fall eine Krankheit hervorrufen. Bei einem Kind hat das Bakterium jedoch zu einer Infektion geführt, die aber laut Klinik bereits abgeklungen ist. Die mit dem Bakterium besiedelten Kinder wurden von den übrigen getrennt.

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