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Geschäftsbericht Asklepios: Erstes Halbjahr 2017 mit konstanter Entwicklung

Der Asklepios-Konzern meldete gestern, 24. August 2017, Umsatzerlöse in Höhe von 1.619,9 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2017. Die Zahl der behandelten Patienten lag bei rund 1,14 Millionen.

Themenseite: Klinikmarktentwicklung

Der Asklepios-Konzern hat seine Exzellenzstrategie nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2017 weiter ausbauen können. Der Umsatz erhöhte sich laut einer aktuellen Pressemitteilung „jedoch nur leicht auf 1.619,9 Millionen Euro“. Die Anzahl der behandelten Patienten lag bei rund 1,14 Millionen und damit 0,9 Prozent unter dem Vorjahresvergleichszeitraum. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 steigerte Asklepios seine Nettoinvestitionen in den Klinikbetrieb um 15,1 Prozent und investierte zusätzlich in Unternehmenszukäufe entlang der Wertschöpfungskette.

Der leichte Anstieg der Umsatzerlöse um 0,6 Prozent auf 1.619,9 Millionen Euro sei durch Sondereffekte der Risikovorsorge hinsichtlich des sich veränderten regulatorischen Umfelds in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags belastet und resultiere in einem Rückgang des EBITDA auf 169,4 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge lag bei 10,5 Prozent. Aufgrund eines Anstiegs der beschäftigten Mitarbeiter habe sich die Personalaufwandquote auf 65,1 Prozent (Verlgeichszeitraum 2016: 64,1 Prozent) erhöht. Die Materialaufwandquote lag laut Asklepios mit 21,6 Prozent leicht über Vorjahresniveau. Die sonstige Aufwandquote ohne Mietaufwand lag bei 7,7 Prozent. Das Konzernergebnis sank um 4,8 Prozent auf 79,7 Millionen Euro und resultierte in einer Umsatzrendite von 4,9 Prozent (Vergleichszeitraum 2016: 5,2 Prozent).

Blick in die Zukunft

„In unseren Kliniken bieten wir zunehmend individualisierte und innovative Behandlungslösungen an, was ein wichtiger Teil von Asklepios‘ Exzellenzstrategie ist“, sagt Kai Hankeln, CEO. „Im kommenden Halbjahr werden wir den Ausbau unseres Leistungsangebots verstärkt fortsetzen und an die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des vergangenen Geschäftsjahres anknüpfen.“
Die Bruttoinvestitionen betrugen laut Pressemitteilung im Berichtszeitraum 101,4 Millionen Euro. Die Investitionen nach Abzug der Fördermittel erhöhten sich um 15,1 Prozent auf 71,4 Millionen Euro. Die Eigenmittelquote betrug 70,4 Prozent. Asklepios habe zusätzlich in strategische Unternehmenszukäufe investiert. „Mit unseren hohen Investitionen und der klaren Fokussierung auf medizinische Schwerpunkte sind wir auf dem richtigen Weg. Den Großteil dieser Investitionen tätigen wir aus eigenen Mitteln“, sagt Dr. Thomas Wolfram, CEO. „Wir erwarten auch weiterhin eine positive Nachfrage nach unseren Behandlungsangeboten.“

Die Bilanz- und Finanzstrukturen seien zum Stichtag 30. Juni 2017 solide. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 4,8 Prozent auf rund 3.626,7 Millionen. Das Eigenkapital belief sich auf 1.327,5 Millionen, die Eigenkapitalquote lag mit 36,6 Prozent leicht unter dem Jahresende (31. Dezember 2016: 36,8 Prozent). Die Nettoschulden betrugen zum Stichtag 650,7 Millionen Euro (31. Dezember 2016: 524,3 Millionen Euro), der Verschuldungsgrad habe dem 1,7-fachen des EBITDA (31. Dezember 2016: 1,3 x) entsprochen. Die liquiden Mittel des Konzerns lagen bei 419,2 Millionen Euro (31. Dezember 2016: 456,6 Millionen Euro). „Unser stabiles finanzielles Fundament ist neben einer angemessenen Profitabilität und einem nachhaltigen Wachstumskurs ein Eckpfeiler unserer Finanzstrategie“, kommentiert Hafid Rifi, CFO. „Wir sind auch in der zweiten Jahreshälfte bereit für strategisch sinnvolle Zukäufe entlang der Wertschöpfungskette.“ Auf Basis des zukunftsorientierten strategischen Gesamtkonzepts und der finanziell soliden Grundlage bestätigt das Unternehmen in der Mitteilung seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2017. Die Wachstumsperspektiven des Asklepios-Konzerns seien aufgrund der konjunkturunabhängigen Nachfrage positiv. Für das Gesamtjahr geht die Konzerngeschäftsführung von einer moderaten Verbesserung der wesentlichen Kennzahlen und von einem leichten Wachstum des Umsatzes zwischen 1,5 Prozent und 2,5 Prozent aus. Auch die Prognose einer leichten Steigerung der EBITDA-Marge und der Eigenkapitalquote hat weiterhin Bestand.

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